Marderschutz

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In Foren findet man zahlreiche Klagen von Besitzern einer Photovoltaik-Anlage, die Bissspuren an den Kabeln der Anlage fanden. Dies wird nicht erst zum Problem, wenn die schadhaften Leitungen einen Kurzschluss auslösen. Auch wenn die Bisse rechtzeitig bemerkt werden, kann die Reparatur mehrere Tausend Euro kosten, zudem kann der Ertrag geringer ausfallen. Nicht nur Marder, sondern auch Ratten werden teilweise als Übeltäter genannt.

 

Wieso interessiert sich der Marder für die Anlage?

 

Solarenegie

(Foto / Abb.: Klaus-Uwe Gerhardt / Pixelio.de)

 

Beate Ludwig vom Arbeitskreis Wildbiologie an der Universität Gießen untersuchte mit ihrem Team jahrelang Marder und weiß, was Kabel und Stecker so interessant macht. Es sind mehrere Faktoren, wie sie dem Magazin Photovoltaik sagte: Erkundungsverhalten, Spielverhalten und schließlich aggressives Beißen, wenn der Marder auf die Duftspur eines Rivalen trifft. Deshalb sind Marderschäden auch im Frühling am häufigsten zu finden, denn dann ist bei den kleinen Raubtieren Paarungszeit.

 

Dass ausgerechnet Photovoltaikanlagen Opfer von Revierstreitigkeiten und Neugier werden, ist mehr oder weniger Zufall. "Wo Marder hineinbeißen, ist schlicht eine Frage der Erreichbarkeit," sagt Ludwig. Und die stellt für die wendigen Kletterer, die auch häufig in Städten anzutreffen sind, nicht wirklich ein Problem dar. Die Anzahl der Photovoltaikanlagen ist in den letzten Jahren beträchtlich gestiegen, ebenso die Anzahl der Marder.

 

Was kann man gegen Marder tun?

 

Zuerst ist es natürlich wichtig, dass bei der Installation der Anlage sauber gearbeitet wird und die Kabel gut verlegt sind. Lose herunterhängende Kabel stellen aus mehreren Gründen ein Problem dar. Hier haben nicht nur Wind und Wetter eine Angriffsfläche, auch Marder werden davon angelockt. "Wo Kabel locker herunterhängen, verbeißen Marder die Kabel eher," sagte Uli Motzer von der Württembergischen Versicherung dem Magazin.

 

Der Fachmann weiß sogar, dass Marder bestimmte Kabelsorten bevorzugen, je nach Weichmachern und Lockstoffen bestimmte Kabel lieber annagen. Im Handel gibt es zahlreiche Marder-Abwehrmittel, denen Beate Ludwig aber skeptisch gegenübersteht. Keines der Mittel, die der Arbeitskreis selbst testete, wirkte dauerhaft. Auch speziell entwickelte Stoffe für die Marder-Abwehr hätten nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Der mit Ultraschall behandelte Marder hätte gar einfach den ganzen Tag unter der Schallquelle verschlafen, auch "wirklich eklige" Geruchsstoffe waren den Mardern egal.

 

Einzig erfolgreich seien Hochspannungs-Abwehrgeräte, die den Mardern einen elektrischen Schlag verpassen. Am besten seien mechanische Schutzvorrichtungen wie Drahtgitter, die den Zugang erschweren. Man kann auch spezielle, nagerfeste Kabel verwenden. Auch wichtig im Fall der Fälle: Eine Photovoltaik-Versicherung, die Schäden durch Tierbisse mit einschließt.

(© 2001-2013 strom-magazin.de)
 
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